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Neue Studie zum öffentlichen Diskurs über Reichtum und Rückverteilung

Was passiert, wenn eine Millionenerbin entscheidet, ihr Vermögen an die Gesellschaft zurückzugeben – und die Verteilung demokratisch organisiert sein soll.

In der neuen Studie „Über Reichtum berichten. Der „Gute Rat für Rückverteilung“ in den Medien“ für die Otto Brenner Stiftung haben Hendrik Theine (ICAE, JKU Linz), Carlotta Verita (ICAE, JKU Linz) und Moritz Gartiser (Universität Duisburg-Essen) untersucht, wie der Gute Rat seine Arbeit kommunizierte – und wie Medien über dieses Projekt berichteten.

Die Studie analysiert auf Basis Kritischer Diskursanalyse die Außenkommunikation des Rats sowie 162 Beiträge in deutschsprachigen Medien. Das Ergebnis: Während der Rat eine differenzierte Debatte über strukturelle Ungleichheit, demokratische Mitbestimmung und gesellschaftliche Verantwortung anstieß, fokussierten viele Medienberichte stark auf die Person Marlene Engelhorn. Grundsätzliche Kritik an Vermögenskonzentration, systemische Fragen und innovative Beteiligungsprozesse fanden vergleichsweise wenig Resonanz.

 Die Studie bietet spannende Einblicke in den Umgang von Medien mit Fragen ökonomischer Gerechtigkeit – und zeigt zugleich auf, wie schwierig es ist, alternative Narrative jenseits des Status quo im öffentlichen Diskurs zu etablieren.

um/weltwissen/schaftun/gleichheit
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