News

Neuer Report zur Medien-, Telekommunikations- und Internetkonzentration in Deutschland (2019–2023)

Der neue Report „Media, Telecommunication, and Internet Concentration in Germany 2019–2023“ – verfasst von Hendrik Theine (ICAE, JKU Linz) in Zusammenarbeit mit Forscher*innen des Hans-Bredow-Instituts Hamburg (Lukas Barbutev, Dr. Tobias Mast und Josefine May Spannuth) – bietet einen aktuellen Überblick über Struktur und Entwicklung der deutschen Medien-, Telekommunikations- und Internetmärkte. Der Bericht zeigt, wie digitale Plattformen und internetbasierte Dienste deutlich wachsen, während traditionelle Segmente weiter an Bedeutung verlieren. Er stellt zentrale Trends, Marktdaten und Konzentrationsindikatoren für vier große Sektoren vor und zeigt die tiefgreifenden Verschiebungen innerhalb der deutschen Medienökonomie.

Der Report Media, Telecommunication, and Internet Concentration in Germany 2019–2023 ist Teil des Global Media and Internet Concentration Project (GMICP) und bietet einen kompakten Überblick über Umsatz- und Strukturentwicklungen in den zentralen Bereichen der deutschen Medien- und Kommunikationswirtschaft. Zwischen 2019 und 2023 wuchs der Gesamtmarkt von 120,7 Mrd. Euro auf 137 Mrd. Euro, getragen vor allem durch digitale und internetbasierte Dienste. Während Zeitungen, Zeitschriften und leitungsgebundene Telekommunikation weiter an Bedeutung verlieren, expandieren Online-Video, mobile Browser, digitale Spiele und Internetwerbung dynamisch.

Der Bericht zeigt, dass insbesondere die Telekommunikation und die Kernanwendungen des Internets stark konzentriert sind. Deutsche Telekom und Vodafone vereinen über 60 Prozent des Telekommunikationsmarktes, während globale Plattformunternehmen in den digitalen Kernmärkten dominieren: Alphabet im Bereich Suche, mobile Betriebssysteme und Browser; Meta und Amazon in digitaler Werbung und sozialer Kommunikation. In diesen Segmenten liegen die HHI-Werte oft zwischen 5.000 und 9.000 und damit weit über üblichen Wettbewerbsgrenzen.

Insgesamt verdeutlicht der Report den tiefgreifenden digitalen Strukturwandel der deutschen Medienökonomie. Während klassische Verlags- und Rundfunksegmente weiter schrumpfen, gewinnen Plattformen und digitale Intermediäre an wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Bedeutung. Diese Verschiebungen werfen grundlegende Fragen zu Wettbewerb, Vielfalt und demokratischer Resilienz in einer zunehmend plattformdominierten Medienordnung auf.

Hier, öffnet eine externe URL in einem neuen Fenster gehts zum Report! 

um/weltwissen/schaftun/gleichheit
ThemenbereicheX

Newsletter

Möchten Sie immer auf dem Laufenden bleiben, 
was bei Kompass passiert? Melden Sie sich unten an, 
um unseren Newsletter zu erhalten.

IndexNews & EventsInfoTeamKontaktSuche

Zusammendenken, 
was zusammen gehört.